Von dem geschichtlich gesehen noch jungen Friedrichsdorf zu der geschichtsträchtigen Saalburg.
Erst Ende des 17. Jahrhunderts vom Landgrafen Friedrich II. gegründet, um flüchtigen Hugenotten eine neue Heimat zu geben, hat Friedrichsdorf doch eine bemerkenswerte Geschichte mit vielen Wandlungen und einigen Berühmtheiten. Als Stadt der Weber und später Färber war es lange eine französischsprachige Stadt in Hessen. Später wurde Friedrichsdorf als Zwieback-Stadt bekannt.

Heute heißt sie auch Philipp-Reis-Stadt. Der Erfinder des Telefons war Physiklehrer am Institut Garnier, einer weit bekannten Bildungseinrichtung. Die Friedrichsdorferin Marie Hensel heiratete François Blanc, den Gründer der Bad Homburger Spielbank und später auch der Spielbank Monte Carlo. Zeitweise war sie als Marie Blanc Generaldirektor der Casino-Gesellschaft von Monte Carlo. Auch in jüngerer Zeit erregte Friedrichsdorf Aufsehen, als dort ein großer Mormonentempel entstand.
Die Geschichte der Saalburg begann schon 90 n.Chr. Das Kohortenkastell war Teil des Limes. Später als Steinbruch dienend, wurde es um 1900 wieder aufgebaut und gilt heute als das besterforschte und am vollständigsten rekonstruierte Kastell am Limes.
Wie kommt man nun vom einen zum anderen? Das ist kein Katzensprung. Eine halbwegs brauchbare Strecke hat dann schon seine 13,5 km. Und ein Höhenunterschied ist auch mit drin.
Was nicht so das Problem wäre, wenn nicht gerade mal wieder eine Hitzewelle unterwegs gewesen wäre.
So ging es an diesem Sonntag doch nicht so schnell den Berg hoch wie gedacht und die erste Pause am Pelagiusplatz war dringend nötig. Und manch einer hatte wenig Interesse an der schönen Aussicht, die der Platz bietet. Die Frankfurter Skyline zum Greifen nah, der Odenwald im Hintergrund.

Vor den Toren der Saalburg angekommen, machten wir eine weitere Rast. Vor den Toren? Das war einmal. Leider war nicht ersichtlich und auch im Internet nicht zu finden, wann und warum das Gelände großzügig eingezäunt wurde. Früher konnte man Bilder direkt vor dem Tor machen. Heute ist das Tor weit weg. Wie im folgenden Bild zu sehen.

So fand die Pause eben an dem Kastellbad statt. Wäre im Bad noch Wasser gewesen, wäre es sicherlich genutzt worden.

Dann sollte es auf dem Rückweg ja eigentlich nur noch bergab gehen. Eigentlich. Ging aber doch noch ein wenig bergauf, denn die Saalburg liegt an der Bundesstraße von Bad Homburg nach Wehrheim und Usingen. Und die führt natürlich über eine niedrige Stelle des Taunuskamms: Dem Saalburgpass. Es ging also noch ein wenig hoch, bis wir den höchsten Punkt erreicht hatten.

Dann ging es wirklich nur noch bergab, aber so mancher Getränke-Vorrat ging schon zur Neige und damit auch die Kondition. Einmal falsch abgebogen, verlängerte sich die Wanderstrecke auch noch und der Mormonentempel war dann nicht mehr wichtig. Erst die Einkehr in Friedrichsdorf weckte dann wieder alle Lebensgeister.












Doch damit war die Tour noch nicht beendet: Zum Abschluss stand eine kleine Zusatzrunde auf dem Kirchberg auf dem Programm. Dabei führte der Weg durch den Schlosspark, auch am Geburtshaus von Ferdinand Briegleb vorbei, dem Dichter unseres Vogelsbergliedes, was bei vielen Teilnehmenden auf besonderes Interesse stieß.





























































































