Winterwanderung

Eine echte Winterwanderung mit strahlendem Sonnenschein, Schnee soweit das Auge reicht und kristallklarer Luft wurde den heutigen Wanderern beschert. Man traf sich um 13.00 Uhr am 7. März 2010 wie immer am Zollhaus in Ulrichstein. Dort durften die Laufwilligen sich in die Wanderliste eintragen und erfuhren auch das Ziel und den Start der Wanderung. An Teilnehmern zählte man 16 Leute, mal mehr, mal weniger. Ein Gastwanderer, Frau Janke, vom VHC Lauterbach schloß sich den Ulrichsteinern an, die heute den Niddastausee auserkoren hatten. Später traf ein weiterer Gast, Herr Dieter Teubner, vom VHC Schotten dazu, der noch den einen oder anderen Hinweis auf die umliegenden Orte und Begebenheiten liefern konnte. Kurz nach Eins hieß es dann: startet die Motoren und flugs ging es nach Schotten. Am Rewe trafen sich alle und von hier aus startete die Rundreise.

Anfangs beschritt man den Schotter Rundweg „S1“, der direkt auf den Stausee zuführte, an ihm entlang über die Staumauer und weiter am Parkplatz Waldhof vorbei. Am östlichen Ufer verließ man den See und erklomm die immerhin 70 Höhenkilometer bis zu den Mammutbäumen. Hier wurde ein flotter Reigen um den Baum gebildet. In Erinnerung an das letzte Jahr, als man sich um eine Linde (es ist immer noch nicht bekannt, ob es sich um eine Sommer- oder Winterlinde handelt!) gruppierte. Der erste Vorsitzende Dietmar von dem Borne und seine Frau Barbara hatten für ein heißes, rotes Getränk gesorgt, das den Wanderern jetzt die Kälte aus den Gliedern trieb. Das Schild vor dem großen Riesen gab Auskunft darüber, wann der Baum gepflanzt wurde. Über die momentane Höhe wurde spekuliert, aber es gab brauchbare Vorschläge, die jedem Landvermesser zur Ehre gereicht hätten. Nach der kurzen Pause ging es dann wieder runter an den Läunsbach. Auf dem Rundweg „S2“ ging es durch das romantische Tal weiter; am alten Schießstand vorbei und den verträumt daliegenden Häusern. Linkerhand waren kleine Fischteiche zu erahnen und bald erreichte man die Kreuzung, zum Europaweg E3. Nach einigen Metern konnte man rechter Hand die Brunnenanlage erkennen. Weiter oben sah man einige Auswirkungen vonXynthia. Noch ein paar Schritte und man hatte die letzte Anhöhe geschafft. Weit konnte man den Blick auf die Stadt Schotten schweifen lassen. Glasklare Luft und strahlendblauer Himmel machten dies zu einem wahren Augenschmaus. Verträumt lagen die meisten Häuschen unter ihrer neuerlichen Schneepracht. Das Verweilen sollte nur kurz dauern. Bald beschritt die Schar wieder ihren Weg. Dieser führte sie nun am Stadtwirtshof vorbei. Über die Michelbach und die Nidda rüber, wieder zum Ausgangspunkt. Schnell waren die Fahrzeuge bestiegen und dann ging es zum wohlverdienten Ausklang nach Busenborn. In der Gaststätte „Zum Bilstein“ wurde man überaus freundlich und fachkundig umhegt. Gerne ließen die VHC-ler sich dies gefallen. Die Schar bedankte sich bei dem Wanderführer Gerhard Thür, der die heutige Tour geleitet hatte. Die Strecke war 9,5 km lang und meistens, trotz Schnee, ganz gut zu laufen.

Die nächsten Aktivitäten werden am 14.03.2010 der Spielenachmittag sein, sowie am 20.03.2010 die Tagung der Delegierten des Gesamt-VHC im Clubhaus auf dem Hoherodskopf. Am Montag, den 5.4.2010 wird die traditionelle Osterwanderung stattfinden.

Drei zertifizierte Natur- und Landschaftsführer/in nach BANU kommen aus Ulrichstein

Das Wochenende vom 12. – 13. März 2011 stand für 15 Teilnehmer wieder unter dem Motto: lernen, umsetzen und wandern. Am Samstag, dem 12. März um 9.30 Uhr startete die Ergänzungsausbildung zum Natur- und Landschaftsführer/in nach BANU. BANU steht für „Bundesarbeitskreis staatlich getragener Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz“.

Anne und Manfred Knabe vom Zweigverein Lich stiegen gleich in die Thematik ein, mit „Tipps für die Führung in die Natur“. Hierbei wurde den Anwesenden noch mal ins Gedächtnis gerufen, was einen guten Wanderführer auszeichnet. Spaß allemal, Ortskenntnisse sind auch nicht schlecht und natürlich als Vorbild: EINEN BEUTEL FÜR ABFÄLLE MITFÜHREN!

Anne Knabe referierte über Ökologie; über Grundlagen, Populationsökologie, Synkologie. Population und Lebensraum sowie dieBiosphäre wurden angesprochen und lebhaft diskutiert. Es gab eine Übersicht über die ökologischen Zusammenhänge, und wieder standen Mensch und Natur im Fokus. Bei den Organismen und Umwelt kam zum Beispiel die Fotosynthese zur Sprache.

Manfred Knabe führte die Teilnehmer dann wieder zu den Grundzügen der Natur- und Erlebnispädagogik. Die Natur als Ort ökologischer Bildung, als Lern- und Erfahrungsort. Es wurde über die Vielfalt des Lebens gesprochen; dass man zuhören und genau hinsehen sollte, wenn man sich in der Natur aufhält. Und natürlich, dass man seine Wandergruppe immer wieder auf die Wahrnehmung von lebendigen Prozessen hinweisen sollte.

Ein ganz besonderes Schmankerl boten die Rollenspiele, die die Wanderführer auf mögliche Zwischenfälle und deren Lösung hinweisen sollten. Wilfried und Astrid führten recht stilecht und hautnah ein Ehepaar auf, das sich bei einer Wanderung lautstark stritt. Niklas und Hans-Joachim hatten die Aufgabe, einen Wanderer darzustellen, der dem Wanderführer einen besseren Weg vorschlug. Dietmar bot einen verletzten Wanderer, und von Gerhard wurden Vorschläge zur Lösung eingebracht. Brigitte spielte sehr überzeugend eine Wanderin, die sich von der Gruppe absonderte und Arnim versuchte sie zu integrieren. Der Lösungssatz von Gustav war etwas ganz Besonderes: Die Frage stellt sich bei mir nicht! Diese und weitere Probleme können bei einer Wanderung passieren und die Anwesenden merkten recht schnell, dass man sich schon vorher damit beschäftigen sollte.

Nach dem Mittagessen wurden die Wanderschuhe angezogen und raus ging es, die graue Theorie in die Praxis umzusetzen. Gruppenweise waren Aufgaben zu bewältigen, die den Teilnehmern sichtlich Spaß machten.

Nach einem recht anstrengenden Samstag startete man den Sonntag mit Zahlen, Statistiken und – laut Günther Krauthan, der diesen Tag leitete – trockenem Stoff, der aber genauso abgehandelt werden muss, wie die interessanten Dinge. Dass der „trockene Stoff“ gar nicht so trocken sein muss, zeigten die immer wieder aufflackernden Diskussionen.

Selbst Rhetorik ist für einen guten Wanderführer ein Pflichtfach. Immerhin kann er oder sie durch geschickte und sichere Präsenz einen Streit schlichten oder einer aggressiven Situation die Schärfe nehmen.

Am späten Nachmittag kam der lang ersehnte Augenblick: Zertifikate und Ausweise als Wanderführer/in wurden übergeben. An dieser Stelle einiges an Statistik: 15 Teilnehmer aus den Vereinen Eichelsachsen, Ulrichstein, Grünberg, Gelnhausen, Nidda, Lich, Stockheim, Lauterbach, Frankfurter Berg und Herchenhain-Hartmannshain. Drei Frauen, zwölf Männer. Zwei Ausbilder, eine Ausbilderin. Eine Helferin: unsere gute Seele Anni, die uns mit Kaffee, Tee, Kuchen, Plätzchen versorgte und auch sonst umsorgte. Ein Hund. Samstag durchweg trockenes Wetter, Sonntag nieselte es etwas; Schnee gab es am Taufstein noch reichlich, auch leicht vereiste Fußwege.

Vogelstimmen und Nasenbohren

inmal im Jahr, meistens im Mai, finden sich die Vogelkundler und –interessierten zur Vogelstimmenwanderung des VHC-Zweigvereins Ulrichstein zusammen. Am vergangenen Sonntag, dem 15. Mai war es gegen 6 Uhr wieder soweit. Am Clubheim des Zweigvereins, dem Zollhaus, trafen nach und nach 12 Wanderer ein, die gemeinsam auf vogelkundliche Tour gehen wollten. Zwei Gäste – einer davon vom VHC Lich – waren auch zu begrüßen, die sich gerne anschließen wollten.

Direkt am Lindenplatz waren gleich Buchfink, Rabenkrähe, Ringeltaube, Amsel, Hausrotschwanz und Girlitz zu sehen und zu hören. In der Rittergasse galt die Aufmerksamkeit einem besonderen schwarzen Metallvogel, der brav und unbeweglich sein Heim und das seiner Besitzer zu bewachen schien. Bald darauf waren Mönchsgrasmücke, Distelfink, Haussperling, Kohlmeise, Gartenrotschwanz und grauer Fliegenschnäpper zu sehen. Ganz hoch am Himmel drehte ein Turmfalke seine Bahnen. Am Schlossberg entlang ging es zum „Gründchen“. Auf dem Weg dahin begleiteten Dorngrasmücke und Gartengrasmücke – alle immer sehr eindrucksvoll von unserem fachkundigen Führer Willi Hohmann erläutert – Elster, Fitis, Heckenbraunelle und Zilpzalp die Wanderer. In der Ferne war ein Kuckuck zu hören, der irgendwie Geld in den Taschen versprach. Weiter ging es mit Singdrossel, Klappergrasmücke und Goldammer. Im Gründchen selbst, warteten Zaunkönig, Kleiber, Bachstelze, Rotkehlchen, Zeisig und Grünling auf die Zwölf. Von hier aus lockte dann das gemeinsame Frühstück und man marschierte wieder in Richtung Zollhaus. Unterwegs gab einer der Gäste – nämlich jener aus Lich – einen brauchbaren Tipp ab, wie man die Hände auf andere Art, als mit Nordic-Walking-Stöcken beschäftigen kann: man kann damit zum Beispiel in der Nase bohren. Ursula Appel erwartete mit dampfendem Kaffee und frischem Brötchenduft die Vogelkundler. Zum Schluss sei noch erwähnt, dass 29 Vögel genannt wurden. Dominierend waren Buchfink, Dorngrasmücke und Mönchsgrasmücke. Die auf der ganzen Strecke immer wieder zugegen waren.

130. Jahreshauptversammlung des VHC-Gesamtvereins in Schotten

Am Samstag, dem 18. Juni 2011 um 14 Uhr fanden sich die Delegierten der Zweigvereine im Hotel „Haus Sonnenberg“ in Schotten ein. Wie immer, wird an diesem ersten Tag das Geschäftliche erledigt. Der Jahresbericht wird vom ersten Vorsitzenden, Jürgen Klein, verlesen und erläutert. Es folgt der Kassenbericht und die Hauptfachwarte beschreiben anschaulich, was im vergangenen Geschäftsjahr los war. Anschließend werden noch einige Termine für das kommende Jahr bekanntgegeben.

Am Sonntag, dem 19. Juni 2011 ab 9 Uhr treffen die Wanderer am Parkplatz Vierstädtepark hinter der Festhalle ein. Hier können die Speisen für das Mittagessen geordert werden. Und man begrüßt bekannte Gesichter, auf die man sich bei diesen Gelegenheiten freut. Um 09.30 Uhr begrüßen der erste Vorsitzende des Gesamt-VHC, Jürgen Klein, und die erste Vorsitzende des Zweigvereins Schotten, Adelinde Harnisch, die Anwesenden. Die Aufteilung der Gruppen wird kurz erläutert und dann finden sich auch schon alle bei „ihrem“ Wanderführer ein.

Die Truppe aus Ulrichstein entscheidet sich für 2 Touren: Wandertour 5 (Wanderung über Rudingshain und Michelbach (Rundweg Nummer 4) zurück nach Schotten (ca. 12 km)). Und Wandertour 3 (Wanderung über Betzenrod, Falltorhaus und Kreiskrankenhaus zurück nach Schotten (ca. 8 km)).

Mit Helga Adolph, der passionierten Wanderführerin aus dem Zweigverein Schotten, ging es für 3 Ulrichsteiner Richtung Steinbügel los. Auf dem mäßig ansteigenden Rundkurs erreichte man bald Michelbach und genoss die herrliche Aussicht. Helga machte auf die Ferienhäuser bei Betzenrod aufmerksam und die nahe Ortschaft Götzen, die auf der anderen Seite der Nidda zu sehen waren. Weiter ging es durch die Feldwiese und den Niedwald. Immer wieder machte unsere fachkundige Führerin uns auf die vielfältigen Pflanzen am Wegesrand aufmerksam. Bald kamen wir in Rudingshain an. Wanderfreundin Brigitte aus Lich bekam eine Wanderer-Pflanze als Schärpe umgehängt: das Kletten-Labkraut. Diese, als Unkraut verschriene Pflanze ist ein Heilmittel und dient vielen Käfern und Insekten als Nahrung. Auf einem Spielplatz pausierten wir kurz mit Brot, Getränken und frischen Kirschen. Frisch gestärkt ging es durch das beschauliche Vogelsberg-Örtchen wieder Richtung Schotten. An Platte und Birke vorbei passierten wir die Rückfront des Vogelparks. Ein vorlauter Pfau machte ausgiebig auf sich aufmerksam und Helga hatte, nach der Frage, wer denn die Farben des VHC kenne, einen wirklich schönen Reim für uns: Grün ist der Wald, blau der Basalt, Silber der See – das sind die Farben des VHC! Bald schon erreichte man wieder die Festhalle, um sich den kulinarischen Genüssen zuzuwenden.

Der zweite Ulrichsteiner Trupp, bestehend aus 6 Wanderern, hatte sich für die Wandertour 3 entschieden. Vom Tagungsort, der Festhalle in Schotten, ging es, nachdem sich noch so mancher mit einer Bratwurst gestärkt hatte, an der Vogelsbergschule vorbei über die Landesstraße hinauf nach Betzenrod. Der Weg durch den Ort führte an der alten Fachwerkkirche und dem gegenüberliegenden Fachwerkhaus vorbei. Dieses, dem Verfall überlassenen Gebäude, ist wohl hauptsächlich von Katzen bewohnt. Steil führt der Weg bis über die letzen Häuser. Hier hatten die 34 Wanderer unter der Führung von Dieter Teubner nach einem Höhenunterschied von ca.110 m, eine kurze Pause verdient. Dann ging es – mit herrlichem Blick voraus ins Giessener Becken – sanft abwärts, zuerst an Wiesen und Weidevieh vorbei, in den grün belaubten Mischwald. Schließlich stießen wir auf den Horloffweg, den wir am Falltorhaus aber wieder verließen. Jetzt fing es leicht an zu regnen. Wir ließen den Ort schnell hinter uns und kreuzten bald die Landesstrasse nach Schotten; zu früh, wie sich später herausstellte, denn nun wurde der Weg abenteuerlich. Im Gänsemarsch ging es an einer Schwarzwild-Suhle vorbei durch hohes Gras, gesäumt von Brombeerranken und Himbeersträuchern; über gefällte Jungbirken, die auch einen Wanderer zum Sturz verführten. Diese Weg-Strecke bekam von uns den Namen: Saugasse. Nach einem kleinen Umweg ging es am Krankenhaus, mit Blick auf den Neubau, und an der Vogelsbergschule vorbei. Durch die Schottener Altstadt und zum Tagungsort zurück. Die Strecke war durch den kleinen Umweg wohl doch etwas länger als 8 km ausgefallen. Ein besonderer Dank geht an unseren Erstlings-Führer, der uns alle wohlbehalten zurückbrachte.

In der Festhalle trafen dann wieder alle zusammen. Gemeinsam dinierte man und ruhte sich aus. Gegen 14 Uhr startete das offizielle Programm mit den Grußworten der Gäste. Herr Zinnel, als Stadtrat von Schotten, überbrachte die Grüße der abwesenden Bürgermeisterin. Er überreichte ein ganz besonderes Geschenk: ein Buch über Schotten und seine Stadtteile mit einer Widmung von Susanne Schaab. Vom Deutschen Wanderverband hatte sich Herr Mohr eingefunden. Der Vorsitzende des Odenwaldclubs überbrachte die Glückwünsche des Schwestervereins und des Dachverbandes. Besonders begrüßt wurde auch der Ehrenvorsitzende, Werner Reitz, der eindrucksvolle Worte an die Anwesenden zu sagen fand. Dann kam noch ein ganz besonderer Teil: die Ehrungen. Wieder wurden einige Mitglieder für ihre langjährige Treue zum Verein und ihre Vorstandsarbeit geehrte. Eine ganz besondere Überraschung war dann, als Herr Mohr den ersten und zweiten Vorsitzenden, Jürgen Klein und Günther Krauthan, und den Kassenwart, Hans-Peter Goldstein, im Namen des Deutschen Wanderverbands ehrte und ihnen Nadel und Urkunde überreichte. Am späten Nachmittag trennte man sich. Mit der Verabredung, am 3. Juli zur Totenehrung sich wieder zu treffen.

Schlachtfest im Zollhaus

Weit über 30 Personen hatten sich zum diesjährigen Schlachtfest angemeldet. Aus einigen Stadtteilen kamen Wanderer und Freunde des guten Essens. Und sie wurden nicht enttäuscht. Schmackhafte Würstchen, Fleisch und Fleischklopse, gepaart mit Kartoffeln, Brotkrumen und einer kräftigen Suppe wurden den Hungrigen aufgetischt. Neben dem guten Essen stand natürlich auch das gemeinschaftliche Beisammensein an vorderster Stelle. So mancher Witz und Anekdote wurde an diesem Abend zum Besten gegeben. Der neue Wander-Flyer für das Jahr 2011 wurde verteilt. Dieser war rechtzeitig und dank Sponsoring der Volksbank Ulrichstein in dieser Woche fertig gestellt. Mit Dank an die Helfer verabschiedete man sich am Abend, mit dem Wissen, im nächsten Jahr wird es mindestens genauso gut.

Osterwanderung

Treffpunkt war wie gewohnt das Zollhaus in Ulrichstein; von hieraus ging es in flotter Fahrt zum Treffpunkt nach Bobenhausen. Oberhalb des Kinderspielplatzes machten sich 19 Wanderer und zwei Hunde bei herrlichem Osterwetter unter der ortskundigen Führung von Werner Fuchs auf den Weg. Leider war die Blütenpracht der Feldkirschen und der Schwarzdornhecken fast vorbei, dafür erfreuten zahlreiche Wiesenblumen und vor allem auch die Blütenpracht der Traubenkirschen das Auge. Der weite Blick von der Höhe zwischen Streitbach- und Gilgbachtal in Richtung Kellerwald, Marburger Höhen bis zum Taunus war leider bei dem strahlenden Frühlingswetter durch den Dunst leicht getrübt. Vorbei ging es über den Burgloh und dem Hainberg quer über unbekannte Wiesenwege dann herab bis nach Höckersdorf, den Gilgbach querend wieder auf die Höhe. Hier hatte Werner Fuchs eine kleine Station mit kühlen Getränken eingerichtet. Nach der Erfrischung ging es über der Höhe am Goldberg vorbei wieder zurück nach Bobenhausen und anschließend per PKW nach Kölzenhain, wo das Ehepaar Adolf und Marianne Wenzel in ihr gastliches Haus „zum Hirschen“ eingeladen hatte. Wobei der Name des „Gasthauses“ für einige Verwirrung gesorgt hatte, den Insidern war die Örtlichkeit unter dem Namen „Labor“ und Alteingesessenen unter dem Namen „Gasthaus zur Post“ bekannt. Hier gab es dann einen geselligen Abschluss mit Kaffe und Kuchen, Würstchen und allerlei Getränken in fröhlicher Runde. Einbesonderer Dank ging an die Wanderführer Werner Fuchs und Dietmar von dem Borne, ein ganz besonderer Dank natürlich an unser Gastwirtspaar vom „zum Hirschen.“

Bierabend mit Anwanderung

Nach einer sehr arbeitsintensiven Woche im Vater-Bender-Heim war es endlich wieder soweit. Bierabend im Clubheim des Vogelsberger Höhenclubs: dem Berggasthof Hoherodskopf bei Familie Heimann. Für den Ulrichsteiner Zweigverein war Treffen am Samstag, dem 16. April 2011 um 16 Uhr am Zollhaus angesagt. Zehn Wanderer fanden sich ein und neun begaben sich auf die fast 11 km Tour. Zunächst ging es ein Stück auf der Weitblicktour durchs „Gründchen“. Dank der freundlichen Nachricht des Selgenhofs: „Einfach durchwandern. Viel Spaß.“ konnte man über eine Weide auf den „Gelbes Kreuz“-Weg am Hauberg stoßen. Am „Gescheid“ ging es nicht nur über die L 3139, sondern auch sehr sportlich und elegant über eine doppelte Leitplanke. Geradezu empfing die Wanderer das „Naturschutzgebiet Am Melgershain“ bei Feldkrücken. Zwischen Melgershain und Zwirnberg ging es durch frühlingshafte Mischwälder. Werner Fuchs und Rudolf Appel machten auf Wildschweinspuren aufmerksam und hatten so manch spannende Geschichte parat. An dem kleinen Steinhäuschen „Charlottenhöhe“ legte man eine Rast ein. Hier gab es von Wanderführerin Astrid Lünse eine kleine süße Versuchung. Über die Straße ging es dann weiter durch den „Rudingshainer Flösser“. Man passierte einen Arm des Streitbaches.

Kurz bevor man den „Nidda-Radweg“ erreichte, gab es als optischen Genuss, eine Wiese mit unzähligen leuchtend gelben Schlüsselblumen zu sehen. Nun wanderten die VHC-ler durch den „Hainerwald“, um zwischen den „Forellenteichen“ Richtung Taufsteinhütte zu laufen. Von hier aus waren es nur noch ein paar Schritte auf dem „Naturpfad“ und mit Blick auf einen riesenhaften Turm erreichte man den Berggasthof. Hier stießen noch Wanderer aus Frankfurt zum Trupp, die man lange nicht gesehen hatte. Rudolf Scharmann gesellte sich jetzt auch wieder dazu und auch Ursula Appel, die Frau des neuen Vorsitzenden, kam zu der geselligen Runde. Wie schon so häufig präsentierte Holger Duffner die Musik und auch eine ganz besondere A-capella-Gruppe überraschte mit schönen Weisen. Abschließend bleibt noch festzustellen, dass das Wetter trocken und angenehm war. Der Berggasthof war an diesem Abend von sehr vielen Zweigvereinen gut besetzt und es herrschte überall Stimmung und ausgelassene Fröhlichkeit.

Winterwanderung 2

Eine echte Winterwanderung mit strahlendem Sonnenschein, Schnee soweit das Auge reicht und kristallklarer Luft wurde den heutigen Wanderern beschert. Man traf sich um 13.00 Uhr am 7. März 2010 wie immer am Zollhaus in Ulrichstein. Dort durften die Laufwilligen sich in die Wanderliste eintragen und erfuhren auch das Ziel und den Start der Wanderung. An Teilnehmern zählte man 16 Leute, mal mehr, mal weniger. Ein Gastwanderer, Frau Janke, vom VHC Lauterbach schloß sich den Ulrichsteinern an, die heute den Niddastausee auserkoren hatten. Später traf ein weiterer Gast, Herr Dieter Teubner, vom VHC Schotten dazu, der noch den einen oder anderen Hinweis auf die umliegenden Orte und Begebenheiten liefern konnte. Kurz nach Eins hieß es dann: startet die Motoren und flugs ging es nach Schotten. Am Rewe trafen sich alle und von hier aus startete die Rundreise.

Anfangs beschritt man den Schotter Rundweg „S1“, der direkt auf den Stausee zuführte, an ihm entlang über die Staumauer und weiter am Parkplatz Waldhof vorbei. Am östlichen Ufer verließ man den See und erklomm die immerhin 70 Höhenkilometer bis zu den Mammutbäumen. Hier wurde ein flotter Reigen um den Baum gebildet. In Erinnerung an das letzte Jahr, als man sich um eine Linde (es ist immer noch nicht bekannt, ob es sich um eine Sommer- oder Winterlinde handelt!) gruppierte. Der erste Vorsitzende Dietmar von dem Borne und seine Frau Barbara hatten für ein heißes, rotes Getränk gesorgt, das den Wanderern jetzt die Kälte aus den Gliedern trieb. Das Schild vor dem großen Riesen gab Auskunft darüber, wann der Baum gepflanzt wurde. Über die momentane Höhe wurde spekuliert, aber es gab brauchbare Vorschläge, die jedem Landvermesser zur Ehre gereicht hätten. Nach der kurzen Pause ging es dann wieder runter an den Läunsbach. Auf dem Rundweg „S2“ ging es durch das romantische Tal weiter; am alten Schießstand vorbei und den verträumt daliegenden Häusern. Linkerhand waren kleine Fischteiche zu erahnen und bald erreichte man die Kreuzung, zum Europaweg E3. Nach einigen Metern konnte man rechter Hand die Brunnenanlage erkennen. Weiter oben sah man einige Auswirkungen vonXynthia. Noch ein paar Schritte und man hatte die letzte Anhöhe geschafft. Weit konnte man den Blick auf die Stadt Schotten schweifen lassen. Glasklare Luft und strahlendblauer Himmel machten dies zu einem wahren Augenschmaus. Verträumt lagen die meisten Häuschen unter ihrer neuerlichen Schneepracht. Das Verweilen sollte nur kurz dauern. Bald beschritt die Schar wieder ihren Weg. Dieser führte sie nun am Stadtwirtshof vorbei. Über die Michelbach und die Nidda rüber, wieder zum Ausgangspunkt. Schnell waren die Fahrzeuge bestiegen und dann ging es zum wohlverdienten Ausklang nach Busenborn. In der Gaststätte „Zum Bilstein“ wurde man überaus freundlich und fachkundig umhegt. Gerne ließen die VHC-ler sich dies gefallen. Die Schar bedankte sich bei dem Wanderführer Gerhard Thür, der die heutige Tour geleitet hatte. Die Strecke war 9,5 km lang und meistens, trotz Schnee, ganz gut zu laufen.

Die nächsten Aktivitäten werden am 14.03.2010 der Spielenachmittag sein, sowie am 20.03.2010 die Tagung der Delegierten des Gesamt-VHC im Clubhaus auf dem Hoherodskopf. Am Montag, den 5.4.2010 wird die traditionelle Osterwanderung stattfinden.